
Abhängigkeit gegen Unabhängigkeit, oder das Unabhägigkeitsstreben
Doch die Flucht in die Freiheit, in die Autonomie, in die Selbstbestimmtheit und den Erfolg, tun wir das nicht Alle in Wirklichkeit?
Sagt uns in Wirklichkeit nicht schon unser Wirtschaftssystem, dass wir eigenständige, Konkurrenzdenkende, kämpfende, freie und unabhängige Wesen sein sollten? Das ist natürlich Honig für einen Süchtigen und zeigt gerade die Fähigkeiten, die er sich ausbaut in der Sucht. Er lernt durch die Beschaffung nämlich genau diese Fähigkeiten, die ich beschrieb, aber eben dazu um seine Sucht zu finanzieren, es niemanden merken zu lassen.
Doch darunter bricht er auch zusammen, wie viele Nicht Süchtige auch. Denn sind wir den so frei? Sind wir so kämpferisch wie Darwin es proklamierte, dass nur der Stärkere überlebt?
Eine Maus wäre ja dumm, es gegen einen Löwen aufnehmen zu wollen. Darum dann doch lieber wegrennen, flüchten. Dies ist schlau, lässt den Nachwuchs und die Gene überleben.
Wer sind wir denn eigentlich von unserer anatomischen Konstitution her?
Wir sind fehlbare, nicht fertige Systeme und zu 100% abhängige Wesen.
Wir sind abhängig von Nahrung, Wasser und Luft. Entzieht man uns eines geht es zwischen 6 Min. bis ca 4 Wochen bis der Tod eintritt.
Unser Körper ist dafür gemacht in einer Gemeinschaft zu leben. Das heißt, mitfühlen können, kommunizieren können, mitempfinden können, sich anpassen können und lernen, weil wir von anderen Menschen abhängig sind. Anatomisch sind wir das durch die Spiegelzellen, durch die wir den Anderen in uns spüren, empfinden können durch visuelle oder akustische Wellenübertragung.
Wir sind anatomisch gemacht, um in Gemeinschaft zu leben, abhängig zu sein. Früher war es ein Todesurteil, jemanden aus der Dorfgemeinschaft zu verjagen. Die betreffenden starben innert Tagen.
Doch genau da hat der Süchtige seine Probleme, da haben die meisten Probleme damit, weil wir etwas ganz anderes täglich gelehrt bekommen haben. Weil wir dies auch glauben, was wir gelehrt bekamen. Daraus durch diesen Lernprozess unserer Gesellschaft, der um 180 Grad gegen unsere wirkliche Natur ist, dem wir nie entsprechen können daraus entsteht Leiden.
Dadurch werden in uns Minderwertigkeitsgefühle, Gefühle der Unzulänglichkeiten gezüchtet. Wieso? Weil eben niemand diesen Idealen aus Politik, Wirtschaft und Werbung entsprechen kann. Doch wir haben sie in uns aufgenommen, sie sind in unserem Gedächtnis. Sie sind zu inneren Stimmen geworden. Zu Fremdstimmen in uns. Wenn wir das nicht erkennen, verfallen wir dem Irrglauben, das selber zu sein. Warum? Weil wir glauben, dass es unserer Gedanken sind. In Wirklichkeit sind es die Gedanken unserer Gesellschaft, die Wünsche in uns erzeugen. Solange wir das glauben, dass es unsere Wünsche sind. Solange wir das Glauben, solange irren wir uns und sind im Leiden. Dies helfen ein wenig aufzulösen, unterstütze ich in meinem seelischen Coaching, Erkentnissen der Graphologie in Berlin mit NLP, EMDR und Hypnosystemik.