Probegutachten

Deutung der Persönlichkeit:

Schriftbeispiel Freud/Dalldorf: neurotisch-impulsiv
Jung: Extravertierte Gefühls/Empfindungsmensch mit
introvertierten Seiten

Für die Graphologie ist wichtig, seinen Beruf als Künstler zu berücksichtigen. Wenn man dies nicht vor Augen hat, dann kann man das Wesen der Schrift missverstehen, denke ich. Was macht einen Künstler aus? Er muss einerseits ein gutes Gefühl für die große Form haben, andererseits aber einen scharfen Blick für die Details und Nuancen der Formen, des Lichtes, Schatten und Farbverhältnisse.
Hier bringt unser Mann große Fähigkeiten mit. Dies zeigt sich in der stark bis sehr stark verbundenen Schrift in Kombination mit Schnelligkeit und Faden. Bestätigt wird das durch Girlandenvielfalt und Betonung. Das heißt:
Er hat eine große Intelligenz, kann sich verbinden, sehr tief einfühlen, durch seine Gabe der Offenheit und des Mitschwingens. Er kann Einflüsse stark empfinden und lässt sich bewegen von Außen. Dies bestätigen, die vielen Rechtsläufigkeiten. Er kann schnell Sichtwinkel wechseln, was ihm viel kreative Einblicke in verschiedene Teile und Tiefen gibt (Bindungsformenvielfalt).
Er hat sehr viel Energie, was sich in den stark, betonten bis harten t und f Zügen zeigt, was gleichzeitig bestätigt wird durch die weiten, schnellen Schriftzüge. Auffallend daran, dass sich senkrechte Schriftlage mit engen, klein, winklig werdenden, teils unleserlicher Buchstaben abwechselt mit, groß werdenden Kleinbuchstaben in weit und rundwerdender Schrift. Was zeigt das?
Dieser Mensch kann sich zusammenreißen und konzentrieren, seine enorme Energie auf die Details leiten, mit denen er sich sehr stark auseinandersetzen kann = kleine, verengte Buchstaben. Doch er hat immer den Blick für das Ganze und verknüpft die Details, die er liebt Stück um Stück assoziativ, intuitiv zu einem Ganzen (starke Bindung).
Dies kostet ihn aber sehr viel Kraft, weil dies für ihn heißt, sein inneres sehr stark bewegtes zu kontrollieren, auf einige Details zu konzentrieren. Wieso fällt ihm das schwer?
Er mag nicht gern Strukturen, zu viel Ordnung mag er nicht, weil er ihr nicht entsprechen kann, da er zu bewegt ist, sein Ich die Bewegung nicht immer so kanalisieren kann, wie er das vielleicht möchte = unregelmäßige Zeilenführung mit Verhäkelungen der Zeilen = Distanzlosigkeit zu eigenen Gedanken, Gefühlen und manchmal zu Menschen (Großteils, fehlender Rechtsrand). Das heißt, wenn er ergriffen, euphorisch in einer Idee, einem Gedanken oder einer Empfindung ist (stark betonte Unterlängen, plötzlich, stark wellige Zeilenführung), dann wird er so bewegt, dass er kaum Distanz zu seinem Inneren hat. Er muss dann zeichnen, schreiben, muss sich ausdrücken und will wirken. Da hat wenig anderes Platz in ihm, was ihn zu einem Egozentriker werden lässt, der Extravertiert ist (Rechtslagen mit betonten Angangsbuchstaben und Formen der K, lange betonte Querstriche in den Oberzonen). Dies gelingt ihm, weil er trotz seines sensiblen Wesens sehr hart und diszipliniert sein kann, nach außen wirken will = viele Winkel, waagrechte an der Grundzeile klebende Schrift, mit langen regelmäßigen, schnellen Schriftpassagen. Das heißt, er will sich absolut durchsetzen, und er kann es. Er will auch die Leute begeistern, sie sich zu Eigen machen, will Anerkennung und Applaus. Er hat vermutlich Charisma (Girlande überwiegt bei ihm, offenes, weiches Wesen) und Ausdruckskraft, doch auch den Hang zur Manipulation = Greifzüge rechtläufig mit Winkel und langen, aggressiven- greifenden, spitzen T-Zügen, die nach Rechts gehen, was ihn dominant, versteckt sadistisch macht, was sich in einer grenzübschreitenden Distanzlosigkeit ausdrücken könnte, welche ihn bewundernde Menschen vereinnahmt, sie einsaugt in sich. Er könnte sie auch manipulieren mit getriebener Freundlichkeit=Verschleifungen und unterdrücken, als eine Möglichkeit in ihm. Das heißt nicht, dass er es offen macht. Für die Abspaltung und die Verdrängung seiner aggressiv-sadistischen Persönlichkeitsanteile sprechen, das bei zwei Buchstaben f und h, die Oberlängen gebrochen, abgetrennt werden von den Mittelband (Dettweiler beschreibt dieses Zeichen), dies könnte sich dann tatsächlich in einer getriebenen, manipulierenden und gierigen Freundlichkeit zeigen, weil er ja auch den Winkelcharakter in sich hat.
Diese Selbstdisziplin kostet ihn aber sehr viel Kraft und Beherrschung, besonders wegen seiner Fadenelemente, wo er es eigentlich gar nicht so genau nimmt, denn er konzentriert sich lieber auf das Große, Wesentliche. Dafür spricht die Härte und fette, wie er die t und f Striche macht. Das heißt, auch gegen Außen kann er sehr hart auftreten, auch diszipliniert und selbstbeherrscht, doch ist dies eine Maske, der er nicht gerecht werden kann und sich darin auch erschöpfen kann. Fallende Endbuchstaben und Zeilen. Durch dieses Wissen, entstehen Minderwertigkeitsgefühle in ihm und Ängste. Denn er spürt, dass er mehr bewegt wird von seinem Innenleben als ihm lieb ist, und er längst nicht die Kontrolle hat über sich, die er sich so gern wünscht in seinem teils auch großtuerischen Auftreten (Größen selbst, Maske). Dies zeigt sich in den unleserlichen, engen und kleinen Kleinbuchstaben, bei gleichzeitig eigenwillig betonten Großbuchstaben. Bestätigt wird dies durch die stark betonte Unterzone, betonte Mittelzone, was auch sein impulsives Potential zeigt, welches ihn treibt und welches die Ordnung, das Rationelle, Direkte, vom Denken bestimmte, sich Ordnung wünschende (starke Vereinfachungen, Winkel, Bedürftigkeit in starker Bindung) und kontrollierende, selbstdisziplinierte Wunschdenken in ihm, immer wieder durchbricht, und es durchkreuzt, ihn kreativ chaotisch werden lässt.
Denn eigentlich ist er von seinem Grundwesen ein sehr offener, empfindsamer, sehr sensibler und weicher Mensch. Dies gibt ihm auch ein Charisma, weil es durchscheint, die Leute berührt in seinem forschen, rationellen Auftreten. Dies schützt er auch, wehrt viel ab, was sich durch die Arkaden zeigt. Doch genau diese Vielfältigkeit, dieses Leiden in ihm, diese Reibung darin, gibt ihm diese Spannung, die soviel Energie und Kreativität in ihm aufbaut. Diese wird er sehr gut umsetzen können.


 Deutung der Unterschrift Ronald Reagan:

Unterschrift Freud/Dalldorf: Zwanghafter Typus
Jung: Extravertierter Denktypus mit introvertierten Tendenzen


Ronald Reagan ist ein Mensch, der sich zeigen will, sehr hohe Anforderungen an sich stellt, dies zeigt sich in den sehr stark betonten Anfangsbuchstaben. Dahinter steht auch ein großer Machtwille und eine große Anspruchshaltung. Dies zeigt sich klar in seinen Berufen als Schauspieler und als Präsident. Als Schauspieler wird es nicht leicht gehabt haben. Dafür spricht, die eher klein, geschriebene Mittelzone. Es besteht ein starker Widerspruch in dem Wunsch sich zu zeigen und in der Angst sich zu zeigen, was man im kleinen, verkümmerten, unleserlichen a von Ronald sieht. Dieser Widerspruch lässt in ihm viel Spannung entstehen, der er aber mit viel Disziplin (sehr regelmäßige, sehr waagrechte Schrift) und Wirkungswille begegnet (schnelle Schrift mit Fadenelementen). Doch er ist sehr bedacht sein Innerstes zurückzuhalten und zu schützen (Arkaden). Diese Widersprüchlichkeit, Angst ihn ihm versuchter durch Machtwillen zu kompensieren, was ihn zum Präsidenten machte. Er ist ein sehr zuverlässiger Mensch, der versucht sehr authentisch zu sein (Name und Vorname). Dies ist ein großes Potential in ihm, was ihm gepaart mit dem Machtwillen und Großzügigkeit (weite, sehr stark verbundene Schrift) ein großes Charisma geben kann, eine Sendungfähigkeit, die sich auch in der sehr starken Verbundenheit der Schrift zeigt und den Faden Elementen. Er kann sich mit den Menschen verbinden, kann sie Empfinden (Faden), sich ihnen Anpassen, ihre Wünsche wahrnehmen und ausdrücken. Diese kann er assoziativ Verknüpfen mit einer sehr schnellen Auffassungsgabe (sehr starke Verbundenheit und weite, schnell Schrift), doch er kann sich auch zurücknehmen, seine Gefühle und Gedanken, reflektieren und sie kontrolliert (lotrechte Buchstaben) in Reden, Handlungen wirken lassen. Er hat trotz seines Wunsches gesehen zu werden, trotz seines Machtwillens auch eine bescheidene Art (kleine Buchstaben der Mittelzone). Diese Widersprüchlichkeiten und diese Vielfalt geben ihm wohl den Antrieb und das Charisma, welches ihn zum Präsidenten der vereinigten Staaten von Amerika machten.   


Deutung der Unterschrift von Ed Koch:

  Freud/Dalldorf: zwanghaft, narzisstische Natur
Jung: Introvertierter Gefühlsmensch mit stark extravertierten Persona

 Ed Koch scheint eine sehr widersprüchliche Natur zu haben, die noch widersprüchlicher, gegensätzlicher als die von Reagan ist. Da ist jemand, der sich absolut zeigen will und den Anspruch erhebt gesehen zu werden. Dies zeigt sich in den sehr individuellen, sehr stark betonten Anfangsbuchstaben, indem betonten d. Die Verschlaufungen sprechen von einer sehr starken Freundlichkeit und einem phantasievollem Umgang mit den Menschen. Dies ist aber keine selbstlose Freundlichkeit, sondern dient dem Wirken wollen, dem Macht und Durchsetzungswillen von ihm. Er kann sehr gefühlhaft und Impulsiv sein (betontes d in der Mittelzone), was ihm eine hohe Durchsetzungskraft geben kann, die vom Wunsch des Wirken wollens bestimmt ist und abhängig von der Anerkennung ist. Im Gegensatz dazu, steht aber das verkümmerte, unleserlich o. Was jemanden zeigt der ein sehr schwaches Selbstwertgefühl hat. Dementsprechend muss man sein Wirken wollen, sein Anerkennungsstreben als ein Kompensationsversuch ansehen (Adler). Darin stecken narzisstische Selbsterhöhungswünsche und Machtansprüche, die aufgebläht sind, ihn angreifbar machen. So wird er sehr empfindlich auf Kritik reagieren, welche ihn bedrohen kann und ihn in Selbstzweifel stürzen können, die dann sogar zerstörerische Aspekt annehmen können, wenn die Aufblähung in sich zusammenfällt, die Luft aus dem Ballon gelassen wird, durch platzen, wenn die Nadel rein sticht. So wird er auch mit anderen Verfahren und sie
einsetzen als Instrumente seines narzisstischen Machtwillens. Er wird sie
instrumentalisieren, kann sich auch gleichzeitig abhängig von Ihnen machen. Eigentlich müsste er als Politiker den Menschen zugeneigt sein. Dem widerspricht aber die starke Linkslastigkeit, die für einen introvertierten Menschen sprechen. Dem widerspricht aber wieder die große Schrift, die sich zeigen will. Das zeigen wollen, das impulsiv, gefühlsmäßige und phantasievolle ist sehr an sein EGO gebunden, um das alles kreist (Linkslastigkeit), er ist nicht abhängig von den Menschen. Er ist sich selbst der Wichtigste. Eigentlich scheint es, dass er eher Raum und Zurückgezogenheit sucht (Linkslastigkeit), was sich auch im verkümmerten o zeigt und bedeutet, dass er sich eigentlich nicht gern zeigt, sich verstecken will, seine Ruhe will, was ganz im Gegensatz zu seiner großen Schrift steht. Darin liegt aber seine Fähigkeit sich selbst zu reflektieren, Eindrücke zu reflektieren, die er dann geballt, kraftvoll und konzentriert mit seinem Machtwillen nach außen trägt (weiter Schlussstrich).


 Deutung Schriftbeispiel 2:

Schriftbeispiel Einteilung Freud/Dalldorf: zwanghafter Mensch
Jung: extravertierter Gefühlsmensch

Hier handelt es sich um eine sehr gefühlvolle und phantasievolle Frau (betontes Mittelband, stark betonte Oberlängen mit individuellem Formausdruck). Sie ist außerordentlich diszipliniert und sorgfältig (waagrechte Zeilenführung bei regelmäßigen weiten Wortabständen). Sie ist sehr offen (Girlanden), nimmt viel wahr, empfindet viel und kann sich daher sehr gut in andere einfühlen. Sie ist sehr Weltoffen und interessiert. Diese Weltoffenheit und Interessiertheit verbindet sie mit einem hohen Maß an Phantasie, welches sich in ihrem Schreiben mit einer Vielfalt von Bildern und differenzierten Empfindungen ausdrückt. Sie ist den Menschen zugewandt, ist warmherzig und herzlich, doch sie braucht auch ihre Rückzugsmöglichkeiten, um sich abzugrenzen und die vielen Eindrücke zu verarbeiten (großer Rechtsrand in der 3. Zeile). Trotz ihres offenen, weichen, empfindsamen Wesens kann sie sich aber sehr gut Durchsetzten und Abgrenzen (Winkelgirlanden, große Schrift, betontes Mittelband). Sie wird das besonders mit der Hilfe von Ordnung und Disziplin machen, die sie fordert und braucht. Dies ist auch eine Hilfe für sie, sich gegen ihre innere Bewegtheit zu schützen. Sie ist sehr Emotional (betontes Mittelband), ihre Gefühle werden sehr verstärkt durch die ausgeprägte Phantasie, die sie hat. Diese Verbindung lässt sie manchmal auch etwas abheben (Wort meiner 2. Zeile, was in die Oberzone hochgerissen wird). Dieses große Potential, diese große Kraft an Hingebung, dieser Reichtum an innerem Ausdruck, der nach außen drängt, ängstigt aber das ICH. Die stark betonten Oberlängen weisen auf ein sehr starkes Über Ich hin, welche das Ich in zwanghaftes Korsett von Disziplin stecken. Damit versucht das Über Ich ihren inneren Reichtum, ihre Phantasie, welches es als bedrohlich ansieht (weil die Eltern früher damit vielleicht nicht umgehen konnten) zu unterdrücken (verkümmerte Unterzone). Das heißt, die Frau verlagert auch einen Teil ihrer erotischen Triebe in die Phantasie, um sie nicht in Handlung umsetzen zu müssen. Bestätigt wird die Verlagerung der erotischen Triebe in die Phantasie auch durch das Wort immer, welches in der Mitte fast auseinander fällt durch die große Buchstaben weite (mittlere Zeile). Dies zeigt auch eine Zerrissenheit, die dadurch entsteht. Diese Verlagerung und Verdrängung treibt ihre Phantasien an und zwingt sie zum Schreiben, worin sie Ausdruck und Ventil findet. Die Stützgirlanden lassen die Gefahr von ritualisiertem Zwangverhalten vermuten, was bestätigt wird durch die sehr waagrechte an der Grundlinie klebenden Schrift und den sehr regelmäßigen weiten Wortabständen. Bei ihrer Emotionalität, ihrem Phantsiereichtum müsste die Schrift viel bewegter sein und die Unterlängen betonter. Doch hat diese Frau in ihrem Schreiben eine wunderbare, kreative Lösung gefunden, diesen Druck und diese Angst zu verarbeiten, die sich durch die zwanghafte Struktur ergibt. Sie hat ihren Ausdruck gefunden und setzt ihn individuell und authentisch um. Dies wird ihr sehr viel Positives von ihrer
Umwelt bringen. Sie wird darum gerne in Gesellschaften gesehen werden. Sie braucht dies auch, braucht die Anerkennung und die Abwechslung, welche sie inspiriert. Sie ist sehr stark Zukunftsorientiert, was auch ihrem Schreiben sicher entspricht, wo sie Zukünftiges (rechtsgeneigte Oberlängen) kreiert. Dazu hat sie alle Möglichkeiten und auch die Durchsetzungs- und Abgrenzungskraft (Winkelgirlanden), die sie dazu braucht. Die Umsetzung ist aber abhängig, wie sie mit ihren sehr ehrgeizigen und hochgestellten Selbstanforderungen umgeht, welches ihr Über Ich an ihr empfindsames, gefühlvolles Ich stellt. Sie hat sehr hohe Ansprüche und eine große innere Angst, diesen nicht genügen zu können. Diese Angst wird verstärkt, weil sie sich drin erschöpfen kann, was ihr Energie raubt (verkümmerte Unterlänge des g). Dies zeigt sich auch im m von immer in der mittleren Zeile, weil der zweite MBogen unter die Line fällt. Es drückt eine starke, innere Angst aus nicht zu genügen. Darum muss sie auch aufpassen, ihre Umwelt mit ihren enormen Ansprüchen und Sehnsüchten nicht zu überfordern. Durch ihr extravertiertes Wesen, läuft sie Gefahr diese Angst, welche Unruhe in ihr auslöst, in Vereinnahmung von anderen zu kompensieren (Greifzug E in der Unterschrift und Lassoschlingen der in den L). Sie sucht dann Nähe und Schutz im Wunsch der Anerkennung um ihrer bedrohlichen Angst zu entgehen, dies wird sie mit Hilfe von Disziplin und einer hohen Anforderung an Ästhetik und Individualität machen, die sie an sich und an andere stellt, sich und andere damit überfordern kann. Da sehe ich die Gefahr bei ihr. Doch sie hat alle Möglichkeiten offen und ein riesiges Potential in sich. Ich wünsche ihr, dass sie sich mehr bewegen lässt, ihrem reichen Innenleben mehr Ausdruck gibt.


 Deutung Schriftbeispiel 3:

Schriftbeispiel Freud/Dalldorf: neurotisch, impulsive Persönlichkeit
Jung: Extravertierter Denktypus

Dieser Mensch zeichnet sich aus durch eine hohe Antriebskraft (starkbetonte doch vereinfachte, magere Unterlängen). Dies zeigt sich auch an der Rechtslastigkeit seiner Schrift, die im Wort seid der zweiten Zeile sehr ausgeprägt ist. Bestätigt wird das auch durch seine sehr schnelle Schrift. Er ist sehr angetrieben und kann sich begeistern für Ideen und Gedanken (sich abhebendes zweitletztes Wort in der zweiten Zeile zum Schluss). Er ist sehr vom Denken, vom materiellen und vom rationalen bestimmt, was sich in den vielen Vereinfachungen zeigt und in der Magerkeit seiner Schrift. Das heißt, Gefühle und Intuition sind für ihn eine Herausforderung, greifen seine Rationalität an. Darum geht er ihnen gern aus dem Weg. Er schützt sich mit seinem scharfen Intellekt, seinem rationellen auf das Ziel, auf das Projekt bezogene Denken davor. Er hat eine sehr starke und schnelle Auffassungsgabe. Er kann darin viel Ehrgeiz entwickeln und will seine Gedanken in Taten umsetzen. Er will wirken, umsetzen. Er liebt Herausforderungen, die ihn antreiben können und geht ihnen nicht aus dem Weg. Er kann kämpfen. Weil er gleichzeitig sehr zuverlässig und treu ist, macht ihn das vom Potential her zu einem sehr wertvollen Mitarbeiter, der Sachen in Bewegung bringen kann und durchsetzen kann. Er ist sehr um Authenzität (Unterschrift ist wie Schrift und persönlich) bemüht, pflichtbewusst und daher ein sehr ehrlicher und sehr direkter Mensch. Er ist äußerst zuverlässig und kann auch großzügig sein weite Schrift). Doch in seinem Ehrgeiz, seinem Durchsetzungswillen liegt auch die Gefahr für ihn. Denn sein Selbstvertrauen ist nicht sehr ausgeprägt. In seinem Ehrgeiz verbergen sich viele Selbstzweifel (kleines, fast unleserliches a in der zweiten Zeile im ersten Wort, Anfangsbuchstaben, die in die Unterzone greifen, abfallen) und auch Ängste. Er hat eine Anfangsangst, Selbstzweifel beim Beginn einer Arbeit. Hat Angst seinen mächtigen Forderungen und Ideen (teilweise betonte Oberzonen) nicht genügen zu können mit denen er durch sein Größen selbst sich selber quält, sich aber auch antreibt damit. Er kompensiert sie durchs Kämpfen mit denen er sie abwehrt. Doch er zeigt sich nicht sehr gerne, schützt sein verletzliches Gefühlsleben (Arkaden Winkel). Ordnung und Struktur geben ihm viel Sicherheit, die er braucht, um seine Verletzlichkeit zu schützen. Er wehrt die Ängste durch starke Disziplin fast zwanghaft ab. Dies zeigt sich an der sehr waagrechten an der Grundlinie klebenden Zeile, bestätigt wird das durch die im Gegensatz dazu enge werdenden Zeilenabstände, die von Unruhe in ihm zeugen und einer gewissen Distanzlosigkeit zu seinen Ideen und Gedanken. Dies wird bestätigt durch die Unterlängen, die untere Zeilen streifen und zum Teil kleinen Rechtsrand. Dies kann ihn aber auch Distanzlos gegenüber anderen machen. Die stark betonten Unterlängen können ihn aber durch seine innere Distanzlosigkeit auch unflexibel machen, sogar stur. Denn hat er sich auf was festgelegt, ist er kaum davon abzubringen. Dies kann problematisch werden in Gruppen. Er ist aber nicht pedantisch oder geizig (weite, schnelle Schrift). Er wird deshalb gekränkt, abwehrend auf Kritik reagieren. Wenn er sich bedroht fühlt, kann er aggressiv zynisch werden. Er hat auch einen gewissen Autroitätskonflikt (hochzeigender, spitzer Endzug) und konkurenziert gerne. Er fordert die Autorität. Hat ein Chef diese nicht, wird er ihm dies Übelnehmen und versuchen sich über ihn zu stellen. Nach Außen ist er aber sehr angepasst und trocken, kann diesen enormen Trieb in ihm nicht richtig Ausdrücken, was zu Spannungen führt, ihn aber in seinem Denken antreibt, in seinem Ehrgeiz antreibt. Weil er gleichzeitig sehr zuverlässig und treu ist, macht ihn das vom Potential her zu einem sehr wertvollen Mitarbeiter, der klar, zuverlässig und genau ist. Er kann Sachen in Bewegung bringen und durchsetzen. Er ist sehr um Authenzität bemüht, pflichtbewusst und daher ein sehr ehrlicher und sehr direkter Mensch.